Der neue Jahresbericht „Seltene Vogelarten in Baden-Württemberg 2011“ ist in den Ornithologischen Jahresheften Baden-Württemberg Nr. 29 erschienen und kann unter „Jahresberichte“ eingesehen und heruntergeladen werden.
Umlauf Februar 2013
Der Umlauf ist nun größtenteils abgeschlossen und kann unter „Bearbeitungsstand“ eingesehen werden.
Neues Mitglied in der AKBW
Wir freuen uns, Nils Agster ist als neues Mitglied in der AKBW begrüßen zu können. Er ist Ornithologe von Kindesbeinen an und im Raum Mittlerer Neckar und der Mittleren Alb ein äußerst aktiver Beobachter, der unser Team ab sofort tatkräftig unterstützen wird.
Erste Tagung der Avifaunistischen Kommissionen Deutschlands in Münster
Vom 25. bis 27. Januar kamen im LWL-Museum für Naturkunde in Münster erstmalig die avifaunistischen Kommissionen in Deutschland zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. An dem von der Deutschen Avifaunistischen Kommission (DAK) mit Unterstützung des DDA veranstalteten Treffen nahmen knapp 50 Vertreterinnen und Vertreter Avifaunistischer Kommissionen aus allen Bundesländern teil, um über die Bestimmung seltener Vogelarten sowie vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Kommissionen zu diskutieren.
Die AKBW war mit vier Mitgliedern auf der Tagung vertreten.

Beim ersten gemeinsamen Treffen der Avifaunistischen Kommissionen Deutschlands kamen knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern in Münster zusammen. © Christoph Bock
Ein wesentliches Anliegen des Treffens war das gegenseitige Kennenlernen der Mitglieder der Kommissionen. Der Freitagabend mit Livemusik unter Mitwirkung von Oliver Nüssen, einem Mitglied der Avifaunistischen Kommission Niedersachsen und Bremen, bot dazu ausgiebig Gelegenheit. Am Samstag standen nach einer Vorstellung der Avifaunistischen Kommissionen Vorträge und Diskussionen auf der Tagesordnung. Zunächst referierte Jochen Dierschke über die Vorgehensweise bei der Aufarbeitung alter und historischer Nachweise seltener Vogelarten am Beispiel der Avifauna von Helgoland. Martin Gottschling und Benjamin Steffen fassten in einem reich bebilderten Vortrag den aktuellen Kenntnisstand der Bestimmung von Baltischer Heringsmöwe, Tundramöwe, Kanadamöwe und Kumlienmöwe zusammen. Die Einordnung der Arbeit der Avifaunistischen Kommissionen in und die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit für das bundesweite Vogelmonitoring war Thema eines Vortrags von Eckhard Möller und Johannes Wahl. Es wurden unter anderem Ideen für eine gemeinsame Datenbank aller avifaunistischen Kommissionen vorgetragen, um das umfangreiche Material leichter auswerten zu können. Dieses Thema leitete in einen längeren Diskussionsblock über, bei dem u.a. die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Kommissionen, die Zusammenarbeit mit ornitho.de sowie Harmonisierungen in der Arbeitsweise sowie von Meldebögen und -listen angesprochen wurden. Zum Abschluss berichtete Benoît Paepegay, Koordinator der französischen Seltenheitenkommission Comité d′Homologation National, über deren Arbeit. Diese verfügt bereits seit einigen Jahren über ein System, über das die Arbeit der Kommission vollständig online abgewickelt werden kann. Die Arbeit der Kommission hat sich seitdem enorm beschleunigt. Ein solches System wird auch für die Avifaunistischen Kommissionen Deutschlands angestrebt.
Der große Zuspruch dieser ersten bundesweiten Tagung zeigte das große Interesse an einer engen Zusammenarbeit der Kommissionen sowie an der Umsetzung der diskutierten Ideen zur Weiterentwicklung ihrer Arbeit. Alle waren sich einig, dass dieser Zusammenkunft weitere in regelmäßigen Abständen folgen müssen.
Adressänderung und Ergänzung der Meldeliste
Bitte beachten Sie die Adressänderung des Koordinators ab dem 1.1.2013 bei der Zusendung von Dokumentationen, bzw. weiteren Anliegen auf dem Postweg:
Dr. Gerrit Nandi
Kiebitzweg 5
89129 Langenau
akbw |at| ogbw.de
Wir möchten Sie ferner auf eine Änderung der Meldeliste für Baden-Württemberg hinweisen:
Die Sumpfohreule (Asio flammeus) und die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) unterliegen aufgrund ihrer Seltenheit in Baden-Württemberg ab 2012 der Meldepflicht. Bitte melden Sie auch zurückliegende Fälle, damit ein möglichst zusammenhängendes Bild des Auftretens in unserem Bundesland erstellt werden kann.
